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1.Mannschaft: TBVfL Neustadt Wildenheid - FC Mitwitz 1:0 (0:0) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 20. November 2011
Der TBVfL siegt am Ende in einem fairen und spannenden Derby mit 1:0. Torschütze des goldenen Treffers war Florian Höhn, dessen Flanke leicht abgefälscht im Kasten der Mitwitzer einschlug. Damit gibt Neustadt die rote Laterne an den FC Mitwitz ab.
Derbytime in der höchsten oberfränkischen Spielklasse! Eigentlich ein Festtag wenn der TBVfL Neustadt/Wildenheid auf den FC Mitwitz trifft, aber Beide kämpfen in dieser Saison ums nackte Überleben und der Verlierer überwintert als Tabellenschlusslicht! Logischerweise wollten alle dies vermeiden und somit war die Würze für das Derby noch schärfer. Bei der Heimmannschaft fehlte der gesperrte Rene Stefanizzi und der verletzte Marcel Rosenbauer. Assistent Mario Reknagel erklärte, dass Fabio Cannone einen sehr offensiven „Sechser“ geben soll und die Stürmer mit ins Spiel einbinden muss. Beim FC Mitwitz fehlten mit Heiko Opel, Dötschel, Totzhauer und Grünbek vier Stammkräfte.
Nur keinen Fehler machen!
 Beide Teams waren zu Beginn auf Sicherheit bedacht und versuchten mit sicheren Passspiel in die Partie zu finden. Die beiden Abwehrreihen wurden nicht angegriffen und die jeweilig angreifende Elf durfte ruhig von Hinten raus spielen. Neustadt erarbeitete sich mehr und mehr Spielanteile, setzte diese Überlegenheit aber nicht in Torszenen um. Die Keeper waren gänzlich beschäftigungslos und das Meiste spielte sich im Mittelfeld ab. Auch die Abseitsfalle funktionierte beidseitig sehr gut, sodass die Stürmer kaum in Erscheinung traten. Es dauerte bis zur 26 Minute, ehe ein verunglückter Freistoß aus dem Halbfeld aufs Tor von Tim Wachsmuth flog und dieser damit zum ersten Mal eingreifen musste. Sein Gegenüber, Jan Winterstein war dann in der 33 Minute schon geschlagen, als Steffen Müller – schön freigespielt von Sebastian Faber – den Ball im Strafraum knapp am Kasten vorbei spitzelte. Fünf Minuten vor der Pause hatte der FC seine 100% Möglichkeit in Person von Tobias Martin, der nach einem langen Ball, Sieger im Laufduell gegen Thorsten Redl war und dann den Ball über das Tor hob. Zur Pause sagte der Mitwitzer Keeper: „Wer in diesem Spiel das erste Tor schießt wird die Partie gewinnen!“ – und Recht sollte er behalten. Die erste Hälfte war viel Krampf und Kampf, keiner wollte einen Fehler machen und wenn der Letzten den Vorletzten empfängt war auch kein hochklassiges Traumspiel zu erwarten.
Mehr Schwung und ein "blödes Ei"
Die 250 Zuschauer sahen aber im zweiten Durchgang doch mehr Emotionen und Action vor den Toren. Auf Seiten des TBVfL kam Florian Höhn für Christoph Höhn links in der Viererkette und sollte hier Druck auf der Außenbahn ausüben. Dieser Schachzug ging zunächst auf: gleich nach Wiederanpfiff setzte Fabio Cannone den eingewechselten Mann auf dem linken Flügel in Szene, dieser zog nach innen und schoß mit rechts aber über das Tor. Auch Mitwitz machte nun mehr für die Offensive, Erik Vetter legte quer zu Christian Baiergösslein und dieser bediente Patrick Steube auf halblinker Position, der die Kugel nur knapp am langen Pfosten vorbei zirkelte. In der 56. Minute die Führung für die Gastgeber durch Florian Höhn und symptomatisch für das Spiel war es eine leicht abgefälschte Flanke, die sich über Jan Winterstein in die Maschen senkte. Der direkte Gegenzug nach dem 1:0 hätte schon den Ausgleich bringen können/müssen, als Erik Vetter auf rechts Außen auf die Grundlinie zog und halbhoch nach innen flankte, aber Dominic Fischer aus fünf Metern den Fuß hinhielt und der Ball an die Unterkante der Latte prallte. Der Abpraller landete bei Tobias Martin, aber der FC Goalgetter verfehlte mit seiner Granate das Gehäuse. Nun war mehr Feuer in der Partie, Karten auf beiden Seiten und viel Emotionen. Nach einem Eckstoß von Florian Höhn verschätzte sich Jan Winterstein und am zweiten Pfosten musste Daniel Oppel nur den Kopf hinhalten und einnicken, aber der junge Stürmer zog den Kopf ein. Mitwitz war fortan mindestens ebenwürdig, vor allem Spielertrainer Fischer und der agile Erik Vetter trieben das Spiel der Gäste an. Die letzte Durchschlagskraft aber fehlte zu oft. Natürlich wechselte Fischer die Offensiven ein und zehn Minuten vor Ende stellte er Keeper Winterstein in den Sturm und Ersatztorwart Andreas Laschka hütete das Gehäuse. Neustadt hatte logischerweise nun mehr Platz zum Kontern, aber spielten diese nicht konsequent genug zu Ende, so blieb es bis zum Schluss spannend. In der 89. Minute musste Maurizio Turturro mit der Ampelkarte das Spielfeld verlassen und aufgrund seines übertrieben langsamen Weg herunter, ließ Manuel Ries vier Minuten nachspielen. Die Gäste drängten auf den Ausgleich. Bekanntes Mittel hohe und lange Bälle in den Strafraum, der Kopfballstarke Fischer verlängert zu Tobias Martin der nimmt den Ball an und seinen Fallrückzieher hält Tim Wachsmuth. Letzte Aktion: Eckball für den FC, wieder fällt ein Gästespieler und hofft auf den Pfiff des Unparteiischen, aber das Spiel läuft weiter und wieder kommt der Ball hoch nach innen, wo Jan Winterstein am Fünfmeterraum völlig frei einköpft aber der Linienrichter sofort aus Abseits entschied.
Fazit
Am Ende gewinnt der TBVfL Neustadt nicht unverdient, da sie über 90 Minuten das etwas engagierte Spiel ablieferten. Den optischen Vorteilen der Hausherren, hatte die Gäste aber zwei 100% Möglichkeiten dagegenzusetzen, die sie aber nicht nutzten. Insgesamt war es das erwartete Kampfspiel, dass durch ein „Ei“, wie es Martin Fischer nannte einen glücklichen Sieger fand. Die Puppenstädter geben damit den Steinachtalern die rote Laterne über die Winterpause mit. Für beide Teams wird es wohl ein ganz harter und steiniger Weg, aber in beiden Lagern ging es die letzten Jahre nur bergauf und das es bei den vorhanden Mitteln irgendwann mal stagniert oder rückwärts geht, ist den Meisten klar.

 
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