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1.Mannschaft: FC Mitwitz - TSV Thiersheim 0:1 (0:0) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 22. Mai 2011
So verrückt kann der Fußball sein. Bis Mitte vergangener Woche waren die Vorzeichen im Sinn von "Endspiel" und "Kaffeefahrt" zu dieser Begegnung noch genau umgekehrt. Status Quo zum Anpfiff brauchten die - eigentlich schon definitiv abgestiegenen - Einheimischen dringend ein Erfolgserlebnis, um ihre letzte kleine Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, während es für die Gäste aus Thiersheim an sich nur noch um die "Goldene Ananas" ging. Es entwickelte sich bei strömenden Regen aus Sicht der Steinachtaler ein wahres Fußball-Drama in Bezug auf vergebene glasklare Torchancen, während der TSV sein Pensum cool und engagiert herunter spulte, ohne über die gesamte Distanz wirklich Torgefahr auszustrahlen. In den ersten 45 Minuten zeigten beide Teams gefällige Kombinationen bis zum gegnerischen Strafraum, richtig Arbeit kam auf die beiden Keeper Marcel Renner (1. FCM) bzw. Radim Brtva (TSV) zunächst aber nicht zu. Einzige Ausnahmen waren die zehnte bzw. 18. Spielminute, als die Gastgeber nach leichtfertigen Ballverlusten im TSV-Spielaufbau zu erfolgversprechenden Situationen kamen, diese aber mäßig zu Ende spielten. Im zweiten Abschnitt übernahm der 1. FC M mehr und mehr die Initiative, allein wie so oft in dieser Saison scheiterte es zunächst am letzten viel zitierten "tödlichen" Pass. Als dieser endlich einmal ankam, wurde Christian Beiergrößlein am Torschuss regelwidrig gehindert, Schiedsrichter Tobias Fenkl zeigte auf den ominösen Punkt (60.). Dem ansonsten sicheren Elfmeterschützen Christian Grünbeck versagten aber die Nerven, oder besser ausgedrückt: Radim Brtva verhinderte mit einer Glanzparade die FCM-Führung. Der Elfmeter war bei Gott nicht unplatziert geschossen. Beim darauf folgenden Eckball hatte der FCM-Anhang erneut den Torschrei auf den Lippen, aber wieder blieb der Gästekeeper Sieger, diesmal gegen Alexander Günther (61.). Neun Minuten später versuchte sich FCM-Spielertrainer Markus Fischer erfolglos daran, den TSV-Torhüter zu überwinden. Die Leidenszeit des FCM-Anhangs war aber noch nicht zu Ende. In der 75. und 76. Minute hatte Tobias Martin das so sehnsüchtig herbei gesehnte 1:0 auf dem Fuß, es hat aber an diesem Tag einfach nicht sollen sein. Zehn Minuten vor Toresschluss hätten die Gäste den Spieß fast umgedreht. Lukas Bartek stellte sein Visier in aussichtsreicher Position aber zu hoch ein (80.). Die Ereignisse überschlugen sich noch einmal in der Nachspielzeit. Tobias Martin wurde im gegnerischen Strafraum zu Fall gebracht, der fällige Elfmeterpfiff blieb aber aus. Im Gegenzug erzielte Frantisek Nedbaly das Tor des Tages zum glücklichen 0:1 (92.) gegen die aufgerückte FCM-Defensive.
 
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