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1.Mannschaft:FC Mitwitz - TBVfL Neustadt Wildenheid 0:1 (0:1) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 14. August 2011
„Wir wollen heute natürlich etwas zählbares da behalten“, sagte Spielertrainer Markus Fischer vor dem Anpfiff.
  Denn auch bei einem Remis bliebe sein Team ungeschlagen und würde auch den Abstand auf die Puppenstädter mit fünf Punkten beibehalten. Allerdings fehlten den Steinachtalern mit Erik Vetter und Carsten Engel zwei wichtige Akteure. Die taktische Formation blieb dennoch beim defensiv ausgerichteten 4-4-2. Markus Fischer war sich allerdings auch bewusst, dass der TBVfL nicht so schlecht ist, wie es der aktuelle Tabellenstand vermuten lässt. Aber der Druck lag ohne Zweifel bei den Gästen, die mit drei Niederlagen als Schlusslicht anreisten. Trainer Thorsten Redl muss weiterhin lediglich auf die Langzeitverletzten Christian Herold und Tobias Hoffmann verzichten. Auf der Rechtsverteidigerposition kehrte wie erwartet Andre Wittmann zurück ins Team und natürlich konnte auch Kapitän Sebastian Hammerschmidt wieder mitwirken. Die Marschrichtung für den TBVfL war klar: Irgendwie die ersten Punkte einfahren!
Die Führung aus dem Nichts
Den besseren Start erwischte die Heimelf, die schon in der ersten Minute fast eine verunglückte Abwehraktion des TBVfL ausnutzen hätten können, aber Tobias Martin war nach dem langen Ball von Spielertrainer Markus Fischer nicht entschlossen genug. Nur knapp fünf Minuten später die erste Großchance für den FC Mitwitz, als Christian Beiergösslein halblinks im Strafraum frei zum Schuss kam, aber seinen unplatzierten Abschluss parierte Marco Lichtenstein ohne Probleme. In der 10. Spielminute ereignete sich die spielentscheidende Szene: Neustadts Abwehr klärte mit einem langen Ball, dieser übersprang an der Mittellinie zwei Mitwitzer und landete bei Sebastian Faber. Neustadts Stürmer nahm den Ball gut an, schickte Maurizio Turturro auf der linken Seite in die Gasse, dieser flankt trotz zweier Gegenspieler fast ungehindert und in der Mitte fühlten sich zwei Abwehrspieler nicht für Sebastian Faber verantwortlich, der mit einem sehenswerten Flugkopfball den schönsten Angriff der Partie mit dem 1:0 für seine Farben krönte. Danach wurde das Derby immer kleinlicher und Nickligkeiten auf beiden Seiten prägten das Spiel. Kaum ein geordneter Angriff war für die Zuschauer zu erkennen, Kampf und Krampf beidseitig. Mitte der erste Halbzeit testete der TBVfL durch Fabio Cannone, Andre Wittmann und Steffen Müller mit drei Distanzschüssen den Mitwitzer Keeper, der seinen Job aber souverän löste. Mitwitz fehlte die spielerische Idee und viele Unterbrechungen ließen auch weiterhin kaum ein gepflegtes Angriffsspiel zu. Standards mussten als für Action im Strafraum sorgen: Torentfernung 35 Meter, linke Außenlinie, Markus Fischer flankt den Ball auf den zweiten Pfosten, wo Kapitän Mario Totzauer lauerte, aber sein Kopfball nicht das Ziel fand. Beim Spielstand von 0:1 und einer angemessenen Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Christian Stahl zur Pause.
Wenig Strafraumszene!
Wer im zweiten Abschnitt auf mehr Fußball hoffte, wurde enttäuscht. Zwar begannen die Hausherren wieder forsch, aber Christian Beiergösslein stand bei aussichtsreichen Positionen zwei Mal knapp im Abseits. Es dauerte bis zur 60. Spielminute ehe Fabio Cannone seinen Stürmer Sebastian Faber schickte, dieser aber am aufmerksamen Schlussmann Jan Winterstein scheiterte. Gefahr entstand nur, durch Absprachefehler in einer der beiden Hintermannschaften oder durch kuriose Rückpässe, wie der von Marc Hofmann, als Jan Winterstein gerade noch so an den Ball kam, sonst wäre Neustadts Stürmer aufs leere Tor gelaufen. Gut zehn Minuten vor dem Ende hatte schon manch Puppenstädter den Torschrei auf den Lippen, als wieder der emsige Fabio Cannone Sebastian Faber mit einem Lupfer bediente und der Stürmer den herausgeeilten Keeper überköpfen wollte, aber Jan Winterstein mit den rechten Fingerspitzen noch ans Leder kam. Die Mitwitzer stellten um und Markus Fischer übernahm die Mittelstürmerposition. Fast mit Erfolg, denn nach einem Durcheinander im Strafraum des TBVfL kam der Ball zum eingewechselten Heiko Opel aber dessen Schuß konnte im letzten Moment noch geblockt werden. 88. Spielminute, langer Ball in den Sechzehner der Puppenstädter und nach dem Zweikampf zwischen Sebastian Hammerschmidt und Markus Fischer lag der Ball im Tor, doch der Mitwitzer Spielertrainer machte es wie einst Diego Maradona und wurde allerdings mit seiner „Hand Gottes“ von den Unparteiischen erwischt. Das Gespann hatte es offenbar eilig und pfiff die oft unterbrochene Partie sehr pünktlich ab.
Neustadt auf dem "Papier"

Alles in allem ein glücklicher Sieg der Gäste, denn eigentlich hatte dieses Spiel keinen Sieger verdient. Für den TBVfL war es allerdings von großer Bedeutung und nun ist das Team von Thorsten Redl in der neuen Saison auch punktetechnisch angekommen. Ein spielerisch eher enttäuschendes Derby mit einer sehr geringen Nettospielzeit. Viele berechtigte Unterbrechung machten einen geordneten Spielfluss zunichte.


 
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