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1.Mannschaft: FC Mitwitz - SV Friesen 1:4 (1:1) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 8. Mai 2011
In einem brisanten Derby verspielt der FC Mitwitz vielleicht die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Die über 300 Zuschauer sahen ein faires und interessantes Derby mit fünf Treffern. Am Ende siegten die effizienteren Gäste mit 4:1 deutlicher, als es lange Zeit der Partie aussah.
Die Heimelf musste auf den gesperrten Spielertrainer Markus Fischer nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz verzichten, da dieser genauso wie Heiko Opel beruflich verhindert war. Dennoch nahmen sich die Mitwitzer um die Ersatzleitfigur Johannes Müller viel vor und wollten unbedingt die drei Punkte holen. Der SV Friesen musste den leicht erkrankten Stefan Schirmer auf die Bank setzen und weiterhin auf den langzeitverletzten Benjamin Rebhan verzichten. Trainer Werner Gückel meinte vor der Begegnung: „Natürlich wird Mitwitz hochmotiviert sein und in solchen Begegnungen ist oft die Tagesform ausschlaggebend. Wir wollen dennoch unser gewohntes Spiel aufziehen und heute den Klassenerhalt sichern.“
Frühes Tor nutzte dem FC Mitwitz am Ende nichts
Den besseren Start erwischte der SV Friesen, der die ersten Zweikämpfe gewinnen konnte und in der dritten Minute zum ersten Abschluss kam. Allerdings war der Kopfball von Bastian Wachter nach einer schönen Flanke von Philipp Beetz zu unplatziert und daher harmlos. Die Hausherren brauchten knapp fünf Minuten, um in die Partie zu kommen. Nach einem Foul knapp 30 Meter vor dem Gehäuse des SVF legte sich Christian Grünbeck den Ball zurecht. Seinen harten und platzierten Freistoß ließ Friesens Schlussmann Siegfried Kirschbauer nach vorne prallen und Johannes Müller erzielte mit der ersten Chance seines Teams den Führungstreffer. Der Mittelfeldspieler reagierte schneller als die Gästeabwehr und damit führten die Mitwitzer nach exakt 328 Sekunden mit 1:0. Friesen zeigte sich davon aber wenig beeindruckt und versuchte im Mittelfeld das Spiel in die Hand zu nehmen. Vor allem Frederik Martin und Philipp Beetz sorgten für den Friesener Spielaufbau. Nach knapp einer Viertelstunde wurde Bastian Wachter schön in die Gasse geschickt, konnte aber den Ball nicht in Torrichtung mitnehmen, so dass er bis zur Grundlinie lief, dann den Ball gekonnt zurücklegte, aber der Schuss von Alper Yürük fand nicht das gewünschte Ziel. Fast im direkten Gegenzug die Großchance zum 2:0, aber nach einer guten Kombination über Tobias Martin und Matthias Dötschel scheiterte Christian Beiergrößlein am Außennetz. Wiederum nur wenig später machte es auf der anderen Seite Philipp Beetz besser und besorgte mit seinem Kopfball den Ausgleich (18.). Vorangegangen war ein Flanke aus dem Halbfeld von Dominik Zwosta und acht Meter vor dem Tor stieg der aufgerückte Mittelfeldspieler am Höchsten und platzierte den Ball sehenswert im langen Eck. Die ersten 20 Minuten versprachen ein sehr gutes Bezirksoberligaspiel mit Chancen auf beiden Seiten, aber danach kam ein Bruch ins Spiel und die Partie verflachte. Friesen überließ den Mitwitzern mehr Spielanteile, die aber in der Vorwärtsbewegung kein Kapital daraus schlagen konnten und auch Friesen hatte im Angriff in dieser Phase wenig zu bieten. Kurz vor der Pause noch mal Aufregung im Strafraum der Gäste, als Friesens Keeper nach einem Rückpass einen Querschläger produzierte, aber Tobias Martin nach der Ballannahme noch entscheidend gestört werden konnte. Diese Szene war laut zahlreicher Zuschauern sinnbildlich für die Saison der Blau-Weißen und spiegelte ein wenig das derzeit fehlende Selbstvertrauen wider. Mit 1:1 ging es dann in die Kabine und auch wenn Friesen in der Spielanlage den reiferen, besseren Eindruck machte, waren die Spielanteile gleichwertig verteilt, Mitwitz hatte sogar die besseren Chancen.
Friesen einfach „cleverer“
Auch im zweiten Abschnitt war die Partie kein fußballerischer Leckerbissen, doch das konnte man auch angesichts der Tabellensituation nicht erwarten. In der 50. Minute die erste Halbchance für den FCM durch einen Distanzschuss von Christian Grünbeck aus der zweiten Reihe, der immerhin einen Eckball zur Folge hatte. Diesen führte Mitwitz schnell aus und Christian Beiergrößlein verfehlte den Winkel nur um wenige Zentimeter mit seinem 16-Meter-Schuss. Drei Minuten später der nächste Aufreger durch den herauslaufenden Siegfried Kirschbauer, der erst einen Mitwitzer Stürmer geschickt ins Leere laufen ließ aber dann mit dem Außenrist den Ball in die Mitte vor die Füße von Alexander Günther spielte. Dieser allerdings ging nicht konsequent genug zu Werke, so dass er das leerstehende Tor nicht zum Erfolg nutzen konnte. Friesen übernahm nun mehr und mehr das Heft des Handelns und holte sich durch mehr Ballbesitz die nötige Sicherheit in ihren Aktionen. Angetrieben von den beiden „Sechsern“ kam nun auch Friesens Torjäger Alexander Hurec besser ins Spiel und hatte in der 57. Minute seine erste Gelegenheit, die ihm aber Marcel Renner mit einer schönen Parade zunichte machte. Mitwitz kam nur noch durch Konter oder Standards zu Entlastung. Knapp 20 Minuten vor dem Ende eine powerplayartige Spielsituation, in der die Friesener den Ball geschickt um und auch im Strafraum der Heimelf laufen ließen. Den ersten Schuss von Alper Yürük konnte Marcel Renner noch abwehren, aber der zweite Versuch des Türken von der 16-Meter-Linie fand den Weg ins Tor (70.). Mitwitz gab sich aber noch nicht geschlagen, einen tollen Pass von Johannes Müller in den Lauf von Erik Vetter nahm dieser in den gegnerischen Strafraum mit, legte quer auf den eingewechselten Dominic Fischer, aber auch er konnte den Ball nicht im Kasten unterbringen. Friesen hatten nun Räume und der schnelle Alexander Hurec sorgte mit seinem 1:3 für die Entscheidung. Erst lief er den Abwehrspielern davon, legte dann allerdings den Ball zu weit vor als er an Marcel Renner vorbeilief und spitzelte dann den Ball von der Auslinie vors Tor und unglücklich an das Schienbein von Marc Hofmann und von dort trudelte der Ball über die Linie. Mitwitz mühte sich nach besten Kräften, aber ein Tor wollte beziehungsweise sollte ihnen einfach nicht mehr gelingen. Auch nach tollem Einsatz von Markus Angermüller an der Grundlinie, der wieder Dominic Fischer bediente, brachte keinen Erfolg, da dessen Schlenzer am langen Eck vorbei ging. Am Ende gar noch das 1:4, wieder durch Alexander Hurec, der nach einem schönen Zuspiel des eingewechselten Marcel Lindner mühelos einschieben konnte.    
Das Derby war spannender als es das Ergebnis aussagt!
Der SV Friesen feiert am Ende einen verdienten Auswärtssieg, da sie im zweiten Abschnitt ihre spielerische Überlegenheit in Tore ummünzten und die Gastgeber einfach ihre Möglichkeiten ausließen. Friesen ist damit endgültig durch. Für Mitwitz ist zwar rechnerisch noch der Relegationsplatz möglich, aber dazu sind vier Siege nun Pflicht!

 
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